Sonntag, 27. November 2016
Aus dem Stadtrat geplauscht - Gedanken zum Plan
Dienstag, 8. November 2016
Empathie und Diskurs
Samstag, 29. Oktober 2016
Im Zug gelesen II
Mit dem Zug nach Leipzig, fast allein mit dem mobil Magazin der Bahn AG: Zeit zum Lesen- ich bin auch schon ein Opa!
Thilo Mischke trifft jeden Monat besondere Menschen im Zug. Diesmal:
DER OPA
Meine Großväter habe ich nie kennengelernt. Meine Opa-Generation hat noch ohne Sorge geraucht und dachte, gegen Husten helfe Cognac. Vermutlich ist diese Lebenseinstellung ein Grund für ihr frühes Ableben. Warum ich das erzähle: Wenn ich alte
Männer treffe, habe ich etwas Angst. Opas wähnen sich offenbar in der Pflicht, ein Hemd zu tragen, sie sind rasiert und haben, auch wenn ihnen oft die Haare dazu fehlen, eine Frisur. Sie machen mir Angst, weil ich mit solchen Männern nicht sozialisiert wurde.
Daneben nun ich, der nur ein Hemd besitzt, für gute Anlässe. Ich rasiere mich, wenn der Bart in die Nase sticht, und eine Frisur: nur im Notfall. Mir sitzt so ein perfekter Opa gegenüber. Ein wohlhabender, schätze ich, er trägt einen mauvefarbenen Pullunder. Schlichte, flache Uhr, ohne Ziffern. Auf seinem Schoß ein Buch, auf dem Tisch ein Notiz- heft. Er trägt eine randlose Brille. Der Gesamteindruck: Arzt a. D.
Wir kommen ins Gespräch. Er: früher Rechtsanwalt, jetzt Rentner. Noch viel früher: die wilden Siebziger, die RAF, Freiheit, Muff und Talare und so weiter. Er erzählt lebendig, der Pullunder wirft Falten.
„Sahen Sie immer so ordentlich aus?“, frage ich und hebe die Hand, zeige respektvoll auf seine Kleidung. Er lacht. Saubere, gerade, weiße Zähne. „Nein, natürlich nicht“, sagt er, „aber das machen wir alten Männer.“ Er zeigt auf mich. „Sie können einen ungepflegten Bart haben, Sie können auch Haare haben, die mich an ein aufgerissenes Sofakissen erinnern. Aber auch Sie werden mal alt.“ Das klingt nicht danach, als wollte er mir Angst einjagen, eher nach einem Arzt, der mich beruhi- gen will. Alt werden, es zwickt kurz.
„Wenn wir jung sind, dann sind wir schön und laut“, sagt er. „Sobald die Haare ausfallen, der Bauch weich wird, müssen Ablenkungsma- növer her.“ Ich denke kurz nach, sage dann: „Ein mauvefarbener Pullunder. Rasiert und parfümiert.“ Er nickt. Und lächelt. „Sie, in Ihrer Jugend, haben im Blick, dass alles möglich scheint. Ich habe meinen Geschmack. Meine Bildung und Erfahrung. Das ist viel, aber man sieht es nicht. Es sei denn, man zieht sich ordentlich an.“
Manchmal hätte ich gern Opas gehabt, die weniger geraucht und getrunken hätten.
Dienstag, 6. September 2016
Was ich noch sagen wollte...
Montag, 4. August 2014
MIT - Informationsveranstaltung
Dienstag, 29. Juli 2014
DNN zur Konstituierung des Pirnaer Stadtrats - so ist es gewesen
Sitzverteilung in Pirnas Gremien steht fest - Nur ein Vize-Bürgermeister gewählt
Der ehrenamtliche Bürgermeister nimmt repräsentative Aufgaben wahr, wenn das Stadtoberhaupt verhindert ist. Bislang hatte das Stadtparlament immer zwei Räte für dieses Amt gestellt. Nun "gibt es nur einen Stellvertreter", wie OB Hanke nach den zwei Wahlgängen feststellen musste. Kandidiert haben zum einen Peter Schwerg von der Union. Er hatte das Ehrenamt bereits in der vergangenen Legislatur inne, sowie Tilo Kloß von der Linkspartei, der bereits 2010 für den Posten des zweiten Stellvertreter sein Haupt in den Ring warf aber gegen SPD-Stadtrat Ulrich Kimmel verlor.
25 Räte plus der OB gaben ihre Stimmen ab. Von ihnen waren nur 22 gültig. Davon entfielen auf Schwerg zwölf und auf Kloß zehn Stimmen. Da keiner von beiden die absolute Mehrheit auf sich vereinigen konnte, wurde ein zweiter Wahlgang notwendig. Hier reichte die einfache Mehrheit, zum Sieg. Für Schwerg stimmten elf, für Kloß wieder nur zehn Räte. Diesmal waren fünf Stimmen ungültig. Somit bleibt Schwerg der erste Stellvertreter des OBs. Für das Ehrenamt des zweiten Vize konnte sich keiner erwärmen.
Während CDU und Linke beim Vize-Amt als Kontrahenten auftraten, herrschte traute Zweisamkeit bei der Besetzung der Aussichtsratssitze in den städtischen Tochtergesellschaften. In einem Stadtparlament mit fünf Fraktionen war eine Einigung von vornherein die unwahrscheinlichste Option. Die kam auch schon vor fünf Jahren nicht zustande. Da 2009 als Alternative nur die Wahl stand und keine klaren Mehrheitsverhältnisse genauso wie heute herrschten, mussten Mehrheiten organisiert werden. Das Resultat: Jede Fraktion konnte einen Vertreter in mindestens einen Aufsichtsrat entsenden.
Die Sächsische Gemeindeordnung lässt seit Neuestem als eine weitere Besetzungsvariante das Benennungsverfahren zu. Hier werden die Sitze von vornherein nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen verteilt. Die Verteilung erfolgt bei der Benennung zwingend nach dem Verfahren d'Hondt, welches im Gegensatz zum Hare-Niemeyer-Verfahren die großen gegenüber den kleinen Stadtratsfraktionen begünstigt. Union und Linke waren daher bei der Besetzung der Aussichtsräte für das Benennungsverfahren, alle anderen Stadträte dagegen. Konkret bedeutet dies, dass die Schwarzen und Roten in die Aufsichtsräte der Stadtwerke Pirna (SWP), der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP), der Energieversorgung Pirna (EVP), der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP) und der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) jeweils einen Vertreter schicken. Im Gegensatz zu einer Einigung oder Wahl legen sie ohne weitere Zustimmung des Stadtrates selbst fest, wem sie benennen. Das Stadtparlament hat in den kommenden fünf Jahren auch kein Mitspracherecht, falls eine der beiden großen Fraktionen ihr jeweiliges Aufsichtsratsmitglied austauschen sollte.
Da es in der Service- und Beteiligungsgesellschaft Pirna (SBP) vier Plätze durch den Stadtrat zu vergeben gab, hatten auch die kleinen Fraktionen wie Pirnaer Bürgerinitiativen (PBI), SPD/Grüne und "MIT - Ihre Nachbarn im Stadtrat", die von den drei CDU-Mitgliedern gebildet wird, die sich von der Unionsfraktion getrennt haben (DNN berichteten), eine Chance, einen Aufsichtsratssitz zu ergattern. Über den Sitz entschied das Los. Losglück hatten die PBI. Ihre Fraktion ist die einzige, die neben Linke und CDU in einem Aufsichtsrat vertreten ist.
Bei der Besetzung der drei Ausschüsse - Strategie- und Finanzausschuss (SFA), Stadtentwicklungsausschuss (SEA) und Ordnungs-, Kultur- und Bürgerschaftsangelegenheiten (OKB) - gab es bei der Sitzverteilung keinen Unterschied, ob das Verfahren d'Hondt, oder das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung kam. Von CDU und Linke wirken jeweils zwei Räte, von den drei anderen jeweils ein Fraktionsmitglied an der Ausschussarbeit mit. Bei der Besetzung des Petitionsausschuss zeigten sich die beiden großen gönnerhaft und einigten sich mit den kleinen Fraktionen darauf, dass jede einen der fünf Sitze bekommt.
© DNN-Online, 17.07.2014, 10:09 Uhr
Die MIT im Pirnaer Stadtrat
Auszug aus der Homepage der Bundes MIT
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Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen beschäftigen fast 70 % aller Erwerbstätigen, schaffen 80 % der Ausbildungsplätze und tätigen fast 50 % aller Investitionen.
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